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Schattenbalkon: was im Halbschatten wächst

Ein Nordbalkon ist kein verlorener Balkon, aber auch kein Tomatenbalkon. Im Naschbalkon-Katalog kommen 57 Kulturen mit Halbschatten zurecht, die meisten davon Blattgemüse, Kräuter und Beeren. Für echten Vollschatten führen wir keine einzige.

Inhalt dieses Artikels (4 Abschnitte)
  1. 1Halbschatten oder Schatten?
  2. 2Was im Halbschatten wächst
  3. 3Was dort nicht gelingt
  4. 4Im Schatten nachmittags ernten

Halbschatten oder Schatten?

12Kulturen für Halbschatten
45für Sonne bis Halbschatten
0für Vollschatten

Halbschatten heisst: einen Teil des Tages Sonne oder viel helles Licht. Schatten heisst: so gut wie nie direkte Sonne, etwa unter einem tiefen Vordach oder vor einer hohen Mauer. Welche Seite ein Balkon hat, sagt dabei weniger als das, was gegenüber steht.

Alle Kulturen mit ihrem Lichtbedarf stehen sortiert auf den Gruppenseiten, etwa Gemüse für Halbschatten und Kräuter für Halbschatten, jeweils im Abschnitt «Halbschatten».

Was im Halbschatten wächst

Laut Naschbalkon-Katalog kommen diese Kulturen mit Halbschatten zurecht:

Was dort nicht gelingt

Fruchtgemüse wie Tomate, Paprika, Aubergine, Andenbeere und Gurke sind laut Bayerischer Gartenakademie alle wärmeliebend und bevorzugen einen sonnigen Standort. Auch die Mittelmeerkräuter Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano führt die Gartenakademie in ihrer Kräutertabelle als sonnig.

Wer trotzdem eine Tomate will, stellt sie an die hellste Stelle des Balkons. Mehr dazu in Tomaten im Topf.

Im Schatten nachmittags ernten

Blattgemüse wie Kopfsalat, Feldsalat, Mangold, Spinat und vor allem Rucola lagert Nitrat ein. Wie viel, hängt am Licht: «Mehr Licht bedeutet weniger Nitrat in der Pflanze», lautet die Grundregel des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Im Winter enthält Salat deshalb deutlich mehr Nitrat als im Sommer.

  • Spinat, der bei Tagesanbruch geerntet wird, kann laut LGL deutlich mehr Nitrat enthalten als Spinat vom späten Nachmittag nach viel Sonne. Auf dem Schattenbalkon also lieber am Nachmittag ernten.
  • Stiele, Stängel, grosse Blattrippen und äussere Blätter enthalten mehr Nitrat; sie zu entfernen senkt den Gehalt.
  • Blanchieren und Garen entfernen laut LGL 40 bis 80 Prozent des Nitrats. Das Kochwasser nicht für Säuglingsnahrung verwenden.
  • Fruchtgemüse wie Tomaten und Gurken enthält nur wenig Nitrat.

Passende Steckbriefe im Lexikon

Aussaatfenster, Topfgrösse und Nachbarn für die Kulturen aus diesem Artikel.

Quellen