Mischkultur10 Min. Lesedauer

Balkonkasten nach Rezept bepflanzen: 8 Gefässe, die zusammen erntereif sind

Die meisten Pflanzpläne hören bei der Ernte auf. Hier steht das Gericht am Anfang: Jedes der acht Gefässe liefert die frischen Zutaten für ein Rezept, und alle Pflanzen darin sind zur selben Zeit erntereif. Brot, Öl oder Kartoffeln kommen aus dem Vorrat.

Inhalt dieses Artikels (13 Abschnitte)
  1. 1Was ein Rezept-Gefäss können muss
  2. 2Die acht Gefässe auf einen Blick
  3. 3Bruschetta: Tomate, Basilikum, Schnittlauch
  4. 4Frühlingssalat: Pflücksalat, Radieschen, Schnittlauch
  5. 5Gschwellti mit Kräuterquark: Schnittlauch, Petersilie, Kerbel
  6. 6Ofenkartoffeln: Thymian, Rosmarin, Oregano
  7. 7Pak Choi aus dem Wok: Pak Choi, Koriander, Frühlingszwiebel
  8. 8Erdbeeren mit Verbenenzucker: Monatserdbeere, Zitronenverbene
  9. 9Kohlrabi-Carpaccio: Kohlrabi, Pflücksalat, Schnittlauch
  10. 10Peperonata: Snackpaprika, Basilikum, Schnittlauch
  11. 11Was nicht in ein Gefäss passt
  12. 12Wie viel dabei herauskommt
  13. 13So habe ich ausgewählt

Was ein Rezept-Gefäss können muss

Ein Gefäss, ein Gericht: Damit das klappt, müssen die Pflanzen darin vier Dinge gemeinsam haben.

  • Gleiches Licht. Wer volle Sonne will, verträgt sich nicht mit einer Pflanze für den Halbschatten.
  • Ähnlicher Durst. Alle bekommen Wasser aus derselben Giesskanne.
  • Keine schlechten Nachbarn. Grundlage ist der Mischkultur-Check.
  • Eine gemeinsame Erntezeit von mindestens einigen Wochen.

Dazu kommt der Platz: Zuerst werden die Liter zusammengezählt, dann wird geprüft, wie tief die Erde sein muss. Wie das geht, steht im Ratgeber Mischkultur im Balkonkasten. Vier der acht Rezepte landen deshalb im Kübel und nicht im Kasten.

Die acht Gefässe auf einen Blick

Die Erntezeiten gelten für tiefe Lagen. Je höher dein Ort, desto später beginnt die Saison.

  • Bruschetta: Tomate, Basilikum, Schnittlauch. Kübel Ø 30 cm, Sonne, Juli bis September.
  • Frühlingssalat: Pflücksalat, Radieschen, Schnittlauch. Balkonkasten 60 cm, Sonne bis Halbschatten, Mai bis Juni und wieder im September.
  • Gschwellti mit Kräuterquark: Schnittlauch, Petersilie, Kerbel. Tiefer Kasten 80 cm, Halbschatten, Juni bis Oktober.
  • Ofenkartoffeln: Thymian, Rosmarin, Oregano. Kübel Ø 30 cm, Sonne, Juni bis August.
  • Pak Choi aus dem Wok: Pak Choi, Koriander, Frühlingszwiebel. Kübel Ø 30 cm, Sonne bis Halbschatten, Ende September bis Oktober.
  • Erdbeeren mit Verbenenzucker: Monatserdbeere, Zitronenverbene. Kübel Ø 30 cm, Sonne, Juni bis in den Herbst.
  • Kohlrabi-Carpaccio: Kohlrabi, Pflücksalat, Schnittlauch. Tiefer Kasten 80 cm, Sonne bis Halbschatten, Juni bis Juli.
  • Peperonata: Snackpaprika, Basilikum, Schnittlauch. Kübel Ø 30 cm, Sonne, August bis September.

Bruschetta: Tomate, Basilikum, Schnittlauch

14LErde für alle drei
Ø 30cmKübel
Jul–Sepgemeinsame Ernte

Eine Balkontomate, ein Basilikum und ein Büschel Schnittlauch teilen sich einen Kübel. Fruchtgemüse braucht mindestens 10 Liter Erde und einen Topf mit rund 30 cm Durchmesser (Bayerische Gartenakademie). Mit den beiden Kräutern kommen 14 Liter zusammen, ein Kübel mit 30 cm Durchmesser fasst 18.

Gekaufte Tomatenpflanzen tragen ab Juni oder Juli. Basilikum erntest du von Juni bis September, Schnittlauch von April bis November (Bayerische Gartenakademie). Gemeinsam reif sind sie also von Juli bis September. Beide Jungpflanzen kommen erst ab Mitte Mai nach draussen: Unter 10 °C hört Basilikum auf zu wachsen (Bayerische Gartenakademie).

Und jetzt kommt der beste Teil:

  1. Vier Scheiben Brot rösten, bis sie knuspern. Ofen, Pfanne oder Toaster, alles erlaubt.
  2. Eine Handvoll Tomaten direkt vom Kübel klein würfeln. Salz, Pfeffer und einen Schuss Olivenöl dazu.
  3. Basilikum darüberzupfen. Wer zwischendurch nascht, macht alles richtig.
  4. Brot mit einer halben Knoblauchzehe einreiben, Tomaten drauf, Schnittlauch drüber. Sofort essen, solange es noch kracht.

Reicht für zwei. Aus dem Vorrat: Brot, Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer.

Im Kübel braucht die Tomate an heissen Tagen täglich Wasser. Mehr dazu im Ratgeber Tomaten im Topf.

Balkontomate: Sie trägt ab Juli und teilt sich den Kübel mit Basilikum und Schnittlauch.
Balkontomate: Sie trägt ab Juli und teilt sich den Kübel mit Basilikum und Schnittlauch.

Frühlingssalat: Pflücksalat, Radieschen, Schnittlauch

7LErde für alle drei
60cmStandardkasten
Mai–Junerste Ernte

Ein Pflücksalat, eine Reihe Radieschen und ein Schnittlauch brauchen zusammen rund 7 Liter. Das passt in einen normalen 60-cm-Kasten mit 12 Litern, und es bleibt Reserve. Alle drei vertragen Sonne und Halbschatten.

Säst du Salat und Radieschen im April, erntest du beide im Mai und Juni. Pflücksalat kannst du etwa sechs Wochen nach der Saat zum ersten Mal pflücken (Utopia), Radieschen sind nach vier bis acht Wochen so weit (Stuttgarter Zeitung). Im Hochsommer schiessen beide schnell, die Radieschen werden dann holzig und scharf. Für eine zweite Runde säst du im Juli oder August und erntest im September und Oktober (Bayerische Gartenakademie).

Ab in die Schüssel:

  1. Zwei Handvoll Salatblätter pflücken, immer die äusseren. Das Herz wächst weiter und liefert Nachschub.
  2. Radieschen ziehen, abspülen und in dünne Scheiben schneiden. Das knackt herrlich.
  3. Für die Sauce drei Esslöffel Öl, einen Esslöffel Essig, einen Teelöffel Senf, Salz und Pfeffer verrühren. Dann so viel Schnittlauch hineinschneiden, wie du dich traust.
  4. Erst am Tisch mischen, sonst wird der Salat schlapp.

Reicht für zwei als Beilage. Aus dem Vorrat: Öl, Essig, Senf, Salz und Pfeffer.

Rucola gehört nicht in diesen Kasten. Er ist wie das Radieschen ein Kreuzblütler, und Erdflöhe befallen beide. Eine Variante mit Kerbel steht im Ratgeber Mischkultur im Balkonkasten.

Welche Kräuter zusammen in einen Topf passen: grün passt, gelb bedingt, rot getrennt pflanzen
PflücksalatRadieschenSchnittlauch
Pflücksalat
Radieschen
Schnittlauch
passt in einen Topfgeht, mit Aufmerksamkeitbesser getrenntWo es eine Paarseite gibt, führt der Punkt zur Begründung.

Gschwellti mit Kräuterquark: Schnittlauch, Petersilie, Kerbel

7LErde für alle drei
20cmTiefe für die Petersilie
Jun–Oktgemeinsame Ernte

Dieser Kasten ist für den Ost- oder Westbalkon gedacht. Petersilie und Kerbel wachsen in der Sonne und im Halbschatten (Bayerische Gartenakademie). Schnittlauch kommt im Halbschatten ebenfalls zurecht, wächst dort aber langsamer (Plantura). Kerbel mag die pralle Sonne sogar weniger: Dort blüht er schnell und verliert sein Aroma.

Die Petersilie wurzelt tiefer als die beiden anderen und braucht 20 cm Erde. Nimm darum den tiefen 80-cm-Kasten statt des flachen Standardkastens. Zusammen brauchen die drei rund 7 Liter.

Geerntet wird von Juni bis Oktober: Petersilie von Mai bis Dezember, Kerbel von Juni bis November, Schnittlauch von April bis November. Weil Kerbel im Sommer schnell blüht, säst du ihn alle paar Wochen nach. Petersilie keimt langsam, eine Jungpflanze spart dir Wochen.

Und jetzt: Gschwellti!

  1. 500 g Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen, bis eine Gabel leicht hineingleitet. Je nach Grösse 20 bis 25 Minuten.
  2. Inzwischen 250 g Quark mit einem Schuss Milch cremig rühren, salzen und pfeffern.
  3. Eine grosse Handvoll Kräuter ernten, fein hacken und unterziehen. Der Quark darf richtig grün werden.
  4. Kartoffeln heiss auf den Tisch, jeder schält selbst. So gehört sich das.

Reicht für zwei. Aus dem Vorrat: Kartoffeln, Quark, Milch, Salz und Pfeffer. In Deutschland heissen Gschwellti Pellkartoffeln.

Petersilie und Kerbel sind verwandt. Im selben Kasten geht das, beide wollen aber genug Nährstoffe. Petersilie und Schnittlauch brauchen nach jedem Schnitt etwas Dünger (Bayerische Gartenakademie).

Kerbel: Er wächst gut im Halbschatten und blüht in der prallen Sonne schnell.
Kerbel: Er wächst gut im Halbschatten und blüht in der prallen Sonne schnell.

Ofenkartoffeln: Thymian, Rosmarin, Oregano

12LErde für alle drei
Ø 30cmKübel
Jun–Auggemeinsame Ernte

Thymian, Rosmarin und Oregano mögen magere, eher trockene Erde und passen deshalb gut zusammen. Rosmarin wurzelt tiefer, und zusammen brauchen die drei rund 12 Liter. Ein Kübel mit 30 cm Durchmesser passt besser als ein Kasten. Er hat noch einen Vorteil: Rosmarin ist frostempfindlich und kommt im Winter am besten ins Haus (Bayerische Gartenakademie). Einen Kübel trägst du leichter hinein.

Thymian erntest du von Mai bis September, Rosmarin von Mai bis Oktober und Oregano von Juni bis August. Gemeinsam reif sind sie also von Juni bis August. Für mehrjährige Kräuter rät die Bayerische Gartenakademie ohnehin zur Jungpflanze aus der Gärtnerei.

Ab in den Ofen:

  1. Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. 500 g Kartoffeln waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Schale bleibt dran.
  3. Mit zwei Esslöffeln Olivenöl, Salz und den Blättchen von je zwei Zweigen Rosmarin und Thymian mischen. Ab aufs Blech.
  4. 35 bis 40 Minuten backen, zwischendurch einmal wenden. Danach riecht die Küche nach Ferien.
  5. Frischen Oregano erst ganz am Schluss darüberstreuen.

Reicht für zwei als Beilage. Aus dem Vorrat: Kartoffeln, Olivenöl, Salz.

Dünge diese drei sparsam. Zu viel Dünger macht Kräuter mastig, und sie verlieren Aroma (Bayerische Gartenakademie). Mehr dazu im Ratgeber Welche Kräuter passen zusammen?

Welche Kräuter zusammen in einen Topf passen: grün passt, gelb bedingt, rot getrennt pflanzen
ThymianRosmarinOregano
Thymian
Rosmarin
Oregano
passt in einen Topfgeht, mit Aufmerksamkeitbesser getrenntWo es eine Paarseite gibt, führt der Punkt zur Begründung.
Rosmarin: frostempfindlich, darum im Kübel, der im Winter ins Haus kommt.
Rosmarin: frostempfindlich, darum im Kübel, der im Winter ins Haus kommt.

Pak Choi aus dem Wok: Pak Choi, Koriander, Frühlingszwiebel

10LErde für alle drei
Ø 30cmKübel
Sep–Oktgemeinsame Ernte

Dieses Gefäss ist für die zweite Saisonhälfte. Pak Choi säst du Ende Juni bis Ende Juli und erntest ihn ab Ende September bis zum ersten Frost (Bayerische Gartenakademie). Frühlingszwiebeln brauchen acht bis zwölf Wochen (Gartenjournal) und kommen deshalb Anfang Juli in die Erde. Koriander säst du Ende Juli dazu und schneidest laufend die unteren Blätter, bevor er blüht.

Ein Pak Choi, ein Koriander und eine Reihe Frühlingszwiebeln brauchen rund 10 Liter. Koriander wurzelt tiefer, deshalb ist ein Kübel mit 30 cm Durchmesser besser als ein Kasten. Gemeinsam reif ist alles von Ende September bis in den Oktober.

Jetzt muss es schnell gehen:

  1. Einen Pak Choi längs vierteln und waschen. Zwei Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Weisses und Grünes getrennt. Ein daumennagelgrosses Stück Ingwer fein hacken.
  2. Einen Esslöffel Öl im Wok richtig heiss werden lassen. Ingwer und das Weisse der Zwiebeln kurz anbraten, bis es duftet.
  3. Pak Choi dazu und zwei, drei Minuten schwenken. Die Stiele sollen noch Biss haben. Zwei Esslöffel Sojasauce darüber und zischen lassen.
  4. Mit dem Zwiebelgrün und frischem Koriander bestreuen und mit Reis essen.

Reicht für zwei als Beilage. Aus dem Vorrat: Reis, Öl, Ingwer, Sojasauce.

Pak Choi ist ein Kreuzblütler wie Radieschen und Rucola. Nach einer Saison bekommt das Gefäss frische Erde.

Pak Choi: Gesät im Sommer, geerntet ab Ende September.
Pak Choi: Gesät im Sommer, geerntet ab Ende September.

Erdbeeren mit Verbenenzucker: Monatserdbeere, Zitronenverbene

14LErde für beide
Ø 30cmKübel
Jun–Herbstgemeinsame Ernte

Zwei Monatserdbeeren und eine Zitronenverbene brauchen rund 14 Liter. Die Verbene wurzelt tiefer, darum auch hier der Kübel mit 30 cm Durchmesser. Monatserdbeeren bilden kaum Ausläufer und tragen von Juni bis in den Herbst (Gartenjournal). Die Zitronenverbene liefert den Sommer über Blätter. Sie ist nicht winterhart und kommt im Herbst wie eine Kübelpflanze ins Haus (Bayerische Gartenakademie).

Und zum Nachtisch:

  1. Zwei, drei Blätter Zitronenverbene mit zwei Esslöffeln Zucker im Mörser zerstossen. Der Zucker wird hellgrün und duftet nach Zitrone.
  2. Erdbeeren waschen, grössere halbieren.
  3. Mit dem Verbenenzucker mischen und eine Viertelstunde ziehen lassen. Warten lohnt sich.
  4. Auf Joghurt oder Quark verteilen und geniessen.

Reicht für zwei Schälchen. Aus dem Vorrat: Zucker, Joghurt oder Quark.

Monatserdbeeren sind klein und werden nicht alle auf einmal reif. Sammle sie zwei, drei Tage im Kühlschrank. Oder iss sie direkt vom Kübel, das zählt auch.

Monatserdbeere: kleine Früchte von Juni bis in den Herbst, kaum Ausläufer.
Monatserdbeere: kleine Früchte von Juni bis in den Herbst, kaum Ausläufer.

Kohlrabi-Carpaccio: Kohlrabi, Pflücksalat, Schnittlauch

12LErde für alle drei
20cmTiefe
Jun–Julgemeinsame Ernte

Kohlrabi kaufst du am besten als Jungpflanze. Selbst angezogen muss er bei mindestens 14 bis 16 °C stehen, sonst schiesst er früh (Bayerische Gartenakademie). Setzt du ihn im April, ist er acht bis zwölf Wochen später erntereif (Gartenjournal), also im Juni oder Juli. Pflücksalat und Schnittlauch sind dann längst so weit.

Ein Kohlrabi, ein Pflücksalat und Schnittlauch brauchen rund 12 Liter und 20 cm Tiefe. Der tiefe 80-cm-Kasten mit 20 Litern lässt genug Reserve. Ernte die Knolle, bevor sie zu gross wird: Grosse Knollen werden holzig.

Fertig in zehn Minuten:

  1. Kohlrabi schälen und hauchdünn hobeln. Je dünner, desto besser.
  2. Die Scheiben wie Dachziegel auf zwei Teller legen, salzen und pfeffern.
  3. Zwei Esslöffel Öl mit dem Saft einer halben Zitrone verrühren und darüberträufeln.
  4. Ein paar Salatblätter in die Mitte, Schnittlauch drüber. Sieht aus wie im Restaurant.

Reicht für zwei als Vorspeise. Aus dem Vorrat: Öl, Zitrone, Salz und Pfeffer.

Welche Kräuter zusammen in einen Topf passen: grün passt, gelb bedingt, rot getrennt pflanzen
KohlrabiPflücksalatSchnittlauch
Kohlrabi
Pflücksalat
Schnittlauch
passt in einen Topfgeht, mit Aufmerksamkeitbesser getrenntWo es eine Paarseite gibt, führt der Punkt zur Begründung.
Kohlrabi: als Jungpflanze im April gesetzt, im Juni oder Juli erntereif.
Kohlrabi: als Jungpflanze im April gesetzt, im Juni oder Juli erntereif.

Peperonata: Snackpaprika, Basilikum, Schnittlauch

11LErde für alle drei
Ø 30cmKübel
Aug–Sepgemeinsame Ernte

Paprika braucht noch mehr Wärme als die Tomate: einen sonnigen, windgeschützten Platz und mindestens 10 Liter Erde (Bayerische Gartenakademie). Mit Basilikum und Schnittlauch kommen rund 11 Liter zusammen, der Kübel mit 30 cm Durchmesser lässt Reserve.

Gekauftes Fruchtgemüse trägt ab Juni oder Juli, Snackpaprika meist erst ab August. Basilikum hält bis Ende September durch. Gemeinsam reif ist das Gefäss also im August und September.

Ab in die Pfanne:

  1. Eine Zwiebel in Streifen schneiden und in zwei Esslöffeln Olivenöl glasig dünsten.
  2. Sechs bis acht Snackpaprika entkernen, in Streifen schneiden und dazugeben. Je bunter, desto schöner.
  3. Eine Dose gehackte Tomaten dazu, salzen und zugedeckt etwa 20 Minuten schmoren, bis alles weich und süss ist.
  4. Erst ganz am Schluss Basilikum hineinzupfen und Schnittlauch darüberstreuen.
  5. Schmeckt warm zu Pasta und kalt am nächsten Tag auf Brot.

Reicht für zwei als Beilage. Aus dem Vorrat: Zwiebel, Olivenöl, Dosentomaten, Salz.

Snackpaprika: im Kübel ab August erntereif.
Snackpaprika: im Kübel ab August erntereif.

Was nicht in ein Gefäss passt

Drei Kombinationen klingen naheliegend und funktionieren trotzdem schlecht:

  • Pizza-Kübel mit Tomate und Oregano. Oregano will magere, trockene Erde, die Tomate viel Wasser und Dünger. Das geht nur als Kompromiss, und meist kommt eine von beiden zu kurz. Oregano steht besser bei Thymian und Rosmarin.
  • Minze oder Zitronenmelisse mit anderen Pflanzen. Minze treibt Ausläufer (Bayerische Gartenakademie), die Melisse sät sich reichlich aus. Beide bekommen einen eigenen Topf. Eine Wurzelsperre müsste rund 30 cm hoch sein, so tief ist kein Balkonkasten.
  • Dill und Petersilie. Beide gehören zu den Doldenblütlern und stehen im Mischkultur-Check auf Rot.

Wie viel dabei herauskommt

Ein Gefäss ist kein Gemüsebeet. Rechne mit einer Beilage, einer Vorspeise oder einem kleinen Gericht für zwei. Bei Kräutern und Pflücksalat reicht es dafür mehrmals, weil sie nachwachsen. Kohlrabi, Radieschen und Pak Choi erntest du dagegen nur einmal.

So habe ich ausgewählt

Ausgangspunkt waren die 94 Kulturen im Naschbalkon-Lexikon, die sich für den Balkonkasten eignen. Daraus habe ich per Programm alle Dreiergruppen herausgesucht, die dasselbe Licht und ähnlich viel Wasser brauchen und keine schlechten Nachbarn haben. Die Liter und die nötige Tiefe kommen aus derselben Rechnung wie bei den Topfkombinationen.

Aus den Treffern habe ich acht Gruppen gewählt, die ein Gericht ergeben, und die Erntezeiten von Hand mit den Merkblättern der Bayerischen Gartenakademie abgeglichen. Wo dort nichts stand, habe ich zwei Ratgeberquellen herangezogen. Wie ich allgemein prüfe, steht unter So prüfe ich.

Passende Steckbriefe im Lexikon

Aussaatfenster, Topfgrösse und Nachbarn für die Kulturen aus diesem Artikel.

Quellen